Rezension: »Wein genießen« von Paula Bosch / Callwey Verlag

Paula Bosch ist eine der weiblichen Wein-Koryphäen und mitunter die bekannteste Sommelière  in Deutschland. In zwanzig Jahren als Chef-Sommelière im Münchner Restaurant Tantris sammelte sie ein unersetzliches Weinwissen. Sie veröffentlichte mehrere Bücher und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Zuletzt zeichnete der Verband der Deutschen Prädikatsweingüter (VDP) Paula Bosch 2017 mit der silbernen Ehrennadel aus. Erst kürzlich habe ich ihren Band »Deutscher Wein. Deutsche Küche« gelesen, den sie zusammen mit Tim Raue herausbrachte. Nun liegt ihr neues Buch vor, in dem sie uns lehrt wie …

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Rezension: »The Shape of Water« von Guillermo Del Toro und Daniel Kraus / Knaur Verlag

Filme, die auf Buchvorlagen basieren, halten häufig nicht mit dem geschriebenen Ursprungswerk mit. Umgekehrt ist das auch so: Bücher, die nur geschrieben wurden, weil die Verfilmung Großartiges verspricht oder tatsächlich großartig ist, klingen meist langweilig und lieblos. Der Film »The Shape of Water« wurde mit einem Golden Globe ausgezeichnet, erhielt den Goldenen Löwen von Venedig 2017 und wurde 13 Mal für den Oscar nominiert, wovon vier Oscars in unterschiedlichen Kategorien gewonnen wurden. Respekt! Doch was ist mit dem Buch? Hält …

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Rezension: »Whisky-Wissen« von Cyrille Mald und Alexandre Vingtier / Edition Delius

Obwohl ich viel über Spirituosen lese und schreibe, konsumiere ich selten bis eher gar keinen „harten Stoff“. Mich faszinieren Herstellung, Aromen, die Vielfalt auf dem Markt und die Menschen dahinter. Mein Schwerpunkt liegt also weniger beim Konsum, sondern (noch / eher) bei der Theorie. Das ist ungewöhnlich?! Naja.  Allerdings habe ich das Glück auf eine Vielzahl an Whiskys zurückgreifen zu können. Ein Tasting zuhause ist kein Problem. Mein Mann ist der Whisky-Experte /-Sammler. Schauen wir mal, wohin mich das neue …

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Gelesen: »Coraline« von Neil Gaiman

»Coraline« habe ich als Verfilmung gesehen. Das ist schon ein paar Jahre her. Die Konstellation „Erst-sehen-dann-lesen“ empfinde ich als ungünstig, aber manchmal geht es nun einmal nicht anders. In meinem Bestreben mehr zu lesen, bleibe ich oft bei Neil Gaiman hängen. Er schreibt schöne Geschichte, mal verrückt, skurril, in jedem Fall voller Phantasie. Seine Romane und Erzählungen haben für mich meistens einen Fehler: Die kühle Distanz zum Leser. Ich lese seine Bücher mit Interesse, aber ohne diesen „Wow“-Effekt. Neil Gaiman …

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Rezension: »Gin« von Karl Rudolf / AT Verlag

Bis auf wenige Ausnahmen lese ich Vorwörter immer. Ich mag diese kurze Ansprache an den Leser, denn der Leser, in dem Moment des Lesens, bin ich. Ich fühle mich angesprochen, auf die nächsten Seiten vorbereitet. Meistens. Manchmal klappt das mit dem Vorwort nicht, das merke ich aber schon beim zweiten Satz. Dann blättere ich weiter. Karl Rudolf zieht mich beim ersten Satz bereits in sein Buch hinein und das, obwohl es „nur“ um Gin geht. Aber sind wir mal ehrlich: …

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Gelesen: »Die Abenteuer des Ollie Glockenherz« von William Joyce / Sauerländer Verlag

Ja, es ist ein Kinderbuch. Der Verlag meint, diese Geschichte ist für alle Leser ab sieben Jahren geeignet. Ich meine, zusammen auf der Couch oder abends am Bett zum Vorlesen, ist diese Geschichte perfekt auch schon für Kinder, die noch nicht in der Schule sind… so ungefähr ab vier Jahre. Denn Vorlesen macht Spaß und schlau. Nun sind meine Kinder aus dem Vorlesealter raus und Enkelkinder gibt es noch nicht. Aber ich mag Bücher, ich mag Märchen und schöne Geschichten. …

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Empfehlung: »Vorsehung« von Timo Kümmel / Atlantis Verlag

Selten stelle ich Bücher von deutschen Kollegen vor, die ich auch persönlich kenne. In der Vergangenheit hat das oft Ärger gebracht, denn fällt eine Rezension nicht ideal aus, gibt es Diskussionen und der Neidvorwurf ist nicht weit. Das lohnt für beide Seiten nicht. Doch heute mache ich eine Ausnahme. Ich warne aber vor, denn Timo Kümmel beschreibt seine »Vorsehung« als ein sehr persönliches Werk, und ich garantiere, dass dieser Eintrag auch alles andere als unpersönlich wird. Über den Autor Timo …

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Rezension: »Schokolade & Wein« von Eberhard Schell / Hädecke Verlag

Eberhard Schell ist Konditor. Gemeinsam mit seiner Frau Annette und den Töchtern Agnes und Michaela führt er seine Manufaktur in Gundelsheim in der dritten Generation. Eberhard Schell ist bekannt für feine Pralinen und außergewöhnliche Schokoladen-Kreationen. Seine „Essigscheckerlen“ – die erste Praline der Welt mit Essig und Schokolade – ließ er sich patentieren. Die Schoko-Gourmets waren erst skeptisch, dann begeistert. Nach den Essigscheckerlen folgten die Barrique- und Eisweintrüffel. Eberhard Schell kombinierte bis heute hochwertige Schokolade mit edlem Wein. Die Erstausgabe seines …

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Rezension: »Châ­teau Mouton Rothschild – Wein & Kunst« / TRETORRI Verlag

Rothschild! Dieses Wort hat auch derjenige schon einmal irgendwo gelesen oder gehört, der keinen Wein trinkt. Doch Rothschild ist nicht allein die Bezeichnung für einen Rotwein aus Frankreich. Rothschild ist ein Name, eine Marke mit Familien-Tradition und einer Geschichte, die ins Jahr 1853 zurückgeht. Zugegeben, das allein zeichnet ein Weingut nicht aus, denn Familientraditionen werden im Weinanbau bis heute gepflegt. Doch Rothschild hat sich aus vielerlei Gründen einen Namen gemacht. Das hat auch der TRETORRI Verlag erkannt und bereits 2014 einen übergroßen …

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Gelesen: »Der Ozean am Ende der Straße« von Neil Gaiman / Eichborn Verlag

Neil Gaiman ist bekannt für seine außergewöhnlichen Geschichten – allesamt voller Phantasie mit einem gaimanistischen Mehr an Skurrilität.  Das ist der Grund, warum ich seine Bücher lese, obwohl mir die Charaktere beinahe immer fremd bleiben. Anders als Stephen King, der seine Leser so nah an die Hauptcharaktere zerrt, dass es schmerzt, hält Neil Gaiman die Leser gerne eine Armlänge auf Distanz. »Der Ozean am Ende der Straße« (Eichborn Verlag, 2017)  macht da keine Ausnahme. Doch Gaiman ist es mit dieser Geschichte …

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