Lesung am 23.11.2007 auf Schloß Burg in Solingen

Die Lesung fand in der Kemenate statt und bot die wohl für mich einzigartigste Kulisse, die ich je bei einer Lesung hatte. Der Eintritt war frei, aber wir baten um Spenden für Schloß Burg. Musikalisch wurde ich wieder von Oliver Gier begleitet.

Das sollte sie also werden: Die große Abschlusslesung auf Schloß Burg. Dass wir keine Getränke und Häppchen anbieten durften, schmälerte das Finale.

Dennoch fanden gut 30 Gäste den Weg nach Schloß Burg. Pünktlich um sieben Uhr schlug eine Uhr im Flur. Das wussten wir zuvor nicht, aber wir sahen es als guten Zeitpunkt an, mit der Lesung zu beginnen.

Nicht zum ersten Mal, aber diesmal sehr laut, vernahm ich das Aufstöhnen der Gäste, als ich von der „mobilen Klofrau“ vorlas. Ich musste schmunzeln und wusste, es war richtig, die Passage wieder vorgelesen zu haben.

Als Oliver Gier das Abschlussstück spielte, ich die Kerze auspustete und wir uns anschließend vor dem Publikum verbeugten (wobei ich natürlich einen Knicks machte), schlug die Uhr erneut. Die Stunde war vorbei. Dies war auch nicht geplant, unterstrich das historische Ambiente in der Kemenate aber perfekt.

Obwohl wir keine Getränke mitbringen durften, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, meinen Gästen wenigstens ein kleines Schmankerl mit auf dem Weg zu geben. Und so hatte ich am Vormittag Kekse gebacken – Kekse in Form eines kleinen Mädchens namens Jenny. Ich nahm damit Bezug auf die erste Werbung des Verlags: »Auf der Suche nach Jenny!« Und wies die Gäste daraufhin, dass sie hier fündig geworden wären und zugreifen dürften.

Die Gäste, die anschließend kamen, um sich ihr Buch signieren zu lassen, lobten diese Idee, genauso wie die Lesung, die Aussprache, die Musik. Und viele erzählten mir, wie gut ihnen »Firnis« gefallen hätte.

Es war ein schöner Abschluss, mit vielen Gesprächen und dem Wissen, dass dieses Jahr Weihnachten zahlreiche signierte Exemplare von »Firnis« unter den Tannenbäumen oder auf den Geschenktischen liegen werden.

Vielen Dank an Oliver Gier, der mich auch diesmal wieder begleitet hat – ohne seine Musik wären die Lesungen nur halb so schön gewesen. Und vielen herzlichen Dank an Sie – meine Gäste  – , ohne die jede meiner Lesungen bedeutungslos wären.

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