Ich bin müde

Jeden morgen um halb sechs aufstehen ist hart und wegen einer Stirnhöhlenvereiterung sitze ich seit gestern mit Kopfschmerzen vor dem Bildschirm.
Das Männchen, das von Innen gegen meinen Schädel hämmert, schreit bei jedem Schlag: »Disziplin! Disziplin!«
Und so sitze ich nach wie vor um kurz nach sechs am Schreibtisch und arbeite an ROMANICUS. Obwohl ich so müde bin, komme ich recht gut voran und bin mit meinem Limit zufrieden.
Dirk van den Boom erwähnt in seinem Blog die täglich zu erreichenden Zeichen, die er sich früher gesetzt hatte. Auch andere Autoren handhaben das oft so. So erzählt auch Andreas Eschbach (in einem Interview oder auf der Website), dass er mindestens zehn Seiten am Tag schreiben würde.
Ich habe diese Form von Muss längst aufgegeben, denn mit Familie funktioniert das nicht immer.
Die Enttäuschung ist groß, wenn es anstatt 5000 eben mal nur 2000 Zeichen werden. Die Schreibdisziplin lässt sich auch anders erreichen, doch das muss Jeder selbst heraus finden, individuell, auf den eigenen Alltag abgestimmt und entsprechend fest – und umgesetzt.

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