Der andere Weg

Ältere Besucher meiner Homepage wissen vielleicht noch, dass sie früher über eine Eingangsseite auf die Begrüßungsseite gelangten. Die letzten drei Zeilen eines Gedichts wiesen auf mein Lebensmotto hin; ein Bild, das mir Thomas Hofmann gemalt hatte, befand sich daneben.

Hier einmal, zur Erinnerung und weil es so schön ist, das gesamte Gedicht von Robert Frost:

Der andere Weg

Zwei Wege trennten sich in einem Wald
Und da ich mich nicht teilen konnt’
Da ich allein war, schwankt ich bald
Besah’ mir den einen bis zum letzten Halt,
Bis er führt in den Untergrund.

Dann nahm ich den and’ren in Augenschein,
Sah aus, als ob er besser wär,
Graßbewachsen schien er zu sein,
Lud jeden zum Begehen ein;
So gab der Pfad dort auch nicht mehr her.

Gleich schien am Morgen jedes Wegstück
Unberührt von keinem Schritte schwer.
So stellt ich mir den einen zurück,
Führt mich der and’re zu meinem Glück
So gibt es wohl keine Rückkehr mehr!

Das Folgende erfasst nun klar:
Einmal verdorren jedes Weinstocks Reben.
Zwei Wege boten sich mir dar,
Ich nahm den Weg, der weniger begangen war –
Und das veränderte mein Leben.

Robert Frost

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