Alltagsquatsch

Gestern. Ich hänge bis zu den Ellbogen im Hefeteig, es schellt an der Tür. Ich fluche und  putze mir notdürftige die Hände an einem Tuch ab. Als ich die Treppe runter hechte, ahne ich schon, dass es nicht der Paketdienst ist. Es gibt nur zwei Berufsgruppen, die ungünstiger nicht anschellen können:

Zeugen Jehovas – die waren es nicht.
Und … ja… was meint ihr? Genau. Ein Vertreter von Vorwerk, den ich mit einem „Wir haben keinen Teppich“, schnell abzufertigen gedachte, doch Vorwerk hat anscheinend auch gedacht – umgedacht – und  Geräte für glatten Boden jeder Art im Angebot. Fünf Minuten, hieß es, bräuchte er meiner Zeit, um mir das Vorwerk-Special-Glatt-Boden-Teil vorzuführen. Fünf Minuten. Ich hatte keine fünf Minuten, denn mein Hefeteig stolperte bereits durch den Flur (was natürlich nicht stimmte, aber meine Phantasie dreht sich wie ein Quirl, wenn ich an einen gehenden Hefeteig denke.).
Der Herr Vertreter erwies sich aber als nicht zu aufdringlich und verließ auch ohne Vorführung das Haus.

Heute Mittag, eine Zeit bei der ich nicht an Rasenmähen denke, weil ich die Leute in der Nachbarschaft nicht stören möchte. Interessanterweise schien ich allein mit dieser Einstellung zu sein, denn hier surrte, brummte und knarrte es in den Gärten ringsherum. Jeder mähte den Rasen, außer mir. Kurzerhand reihte ich mich dem Surren, Brummen, Knattern mit ein und stutzte Grashalme, ließ aber den Löwenzahn und die Gänseblümchen stehen.

Heute allgemein. Es ist ruhig. Beängstigend ruhig. Selbst SPAM-Versender scheinen die Sonne zu genießen. Oder ist das nur die Ruhe vor dem Sturm?

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