Gelesen: Patrick Süskind »Das Parfum«

Wunderbar! Schockierend! Einmalig! Lesen!

Die Geschichte hallt noch nach, die Gerüche, über die Patrick Süskind in seinem Roman erzählt, die er produziert, sind oftmals so detailliert beschrieben, dass ich aufsah und mich im Raum umschaute, wovon der ein oder andere Duft stammen könne. Tief steckte ich meine Nase in das Buch, fühlte mich eingesogen in die faszinierende Geschichte des jungen Jean-Baptiste Grenouille. Blätterte ich eine Seite um, nahm ich wieder für Sekunden meine Umgebung wahr, hörte die Geräusche um mich herum, dann verschwand ich wieder ins 18. Jahrhundert.
Während des Lesens dachte ich: “Wie mag die Verfilmung des Buches sein?” Da Das Buch zum Film für Oktober 2006 angekündigt ist, werde ich die Umsetzung wohl demnächst sehen können. Ich bin gespannt. Weiß jemand schon Details?

Eine Leserin meines Romans »Ciara«, sagte mir, »Ciara« hätte sie an »Das Parfum« erinnert.
Während des Lesens fühlte ich mich geehrt, geschockt und fand möglicherweise die ein oder andere Passage, die eine minimale Ähnlichkeit aufweisen könnte. Nicht stilistisch, keinesfalls, lediglich eine oder zwei Szenen kann die Leserin als entfernten Vergleich gemeint haben.
Dennoch: »Ciara« ähnelt dem Bestseller von Patrick Süskind nicht. Leider. Seine Sprache, die Idee, der Stil – all das, was ein Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis macht – daran reicht »Ciara« nicht ran. Ich fühle mich geschmeichelt, natürlich, aber ein Vergleich erscheint mir Patrick Süskind gegenüber in keinster Weise angemessen.

Und so viel Ehrlichkeit sollte sich jeder Autor zugestehen dürfen.

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