Wenn Oliver Naujoks seinen Stift zückt …

… zittern die Autoren der Kleinverlagsszene. Jeder kennt seine ausführlichen und fundierten Rezensionen von Film und Buch.

Zu »Das Vermächtnis« (in Arkham… weiß ja längst jeder) schreibt er:

“Von mir ebenfalls Daumen hoch, eine tolle Geschichte.

Zwei wesentliche Vorzüge möchte ich benennen: Idee und Stil.

Die Idee ist wirklich originell, insbesondere die dezent hirnverknotende Verschränkung zwischen Lovecrafts Universum inklusive der Stadt Arkham nebst den dortigen Geschöpfen und unserer Welt. sowie, eine Umdrehung weiter, die zeitlichen Verästelungen, die sich aus der Geschichte ergeben.
(@kaigrimm: Die Verwendung der mythologischen Lovecraft-Figuren hat mich nicht gestört, da reicht für mich die Erklärung, dass das Museum in Arkham steht, bei dem, was Du “Zähmung” genannt hast, gebe ich Dir aber recht)

Am Anfang stieß mir die Faktenrunterbeterei etwas negativ auf, allzuviele exakte Namen und Geburtsdaten, dieses lässt sich aber als Vorbereitung auf das Ende dann natürlich gut rechtfertigen, so dass ich das hier nur erwähnen, nicht aber kritisieren möchte.

Am besten gefiel mir folgendes (leichte Spoiler, ich versuche, mich nebulös auszudrücken): Grusel-Geschichten in einem Wachsfigurenkabinett haben häufig einen ganz bestimmten Ausgang, dessen sich hier auch bedient wird (die Figuren sind “realer” als man zuerst meint..) – dafür sich allerdings der lovecraftschen Schöpfungen zu bedienen und sie auf diese Weise in den Dienst einer Wachsfigurengeschichte zu stellen, das ist ziemlich gewagt und originell.

Stilistisch ist die Geschichte außergewöhnlich sorgfältig gestaltet, das merkt man, insbesondere der (mir sehr wichtige) Satzfluss fällt bei der Lektüre sehr positiv auf.

Note 2 “

Und der Tag kann starten!

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter. - Beachte die Datenschutzerklärung.