Mein Schreibtisch

Mein Schreibtisch ist gar nicht mehr mein Schreibtisch. Zumindest nicht der, an dem ich die letzten Jahre meine Ideen austüftelte und somit auch nicht der von dem ich – daran sitzend – ursprünglich berichten wollte. Langes labern, kurzer Sinn: Ich habe einen neuen Schreibtisch. Der alte, schwere Eichentisch musste einem modernen Tisch aus Glas weichen. Mit seiner massiven Art schluckte er zu viel Raum. Doch natürlich wird der neue mit antiken Accessoires geschmückt – ganz ohne geht es bei mir nun wirklich nicht. Ich liebäugle mit der Reproduktion einer Jugendstillampe, deren metallenes Standbein nicht nur mit Tintenfässern bestückt, sondern auch mit Fabelwesen verziert ist. Leider nicht ganz preiswert, darum muss ich erst mal ein bisschen dafür arbeiten.

Aber was wäre der Alltag ohne Wünsche?

Den alten Tisch habe ich über ebay verkauft. Vielleicht möbelt der Käufer den Tisch wieder richtig gut auf. Oder er lässt ihn so, stellt ihn gut abgedeckt in den Keller und verscherbelt das alte Stück in einigen Jahren wieder bei ebay:

An diesem Schreibtisch verfasste Nicole Rensmann ihre ersten Geschichten.

Das könnte dann ein Erfolgshit werden wie der Papst-VW.

*hüstel* Lasst mich doch ein bisschen spinnen. Künstler dürfen das. Und das Schreiben an sich ist eine Kunst für sich. Außerdem: Was wäre das Leben ohne Träume? Langweilig und ziellos. Eben.

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