Sentimentale Schnittstellen

Gestern habe ich – mit ein paar Worten und einem kleinen Geschenk – eine Lehrerin zu Tränen gerührt und sie mich somit auch. Es ist ein schönes Gefühl, nach einem über Jahre zurückliegenden, jedoch sehr heftigen Streit, zu vergessen und neu zueinander zu finden. Es war mir eine Herzenssache ihr dies mitzuteilen.

Ich habe heute kleine Boxen zusammengebaut, Falz an Falz ineinandergeschoben, elf Stück, für die Schule.

Kennst du das auch? Du gehst an einer Blume vorbei und entdeckst ein neues Blatt, eine Knospe oder eine aufgehende Blüte? Freude erfüllt mich dann. Freude über diese kleine, dem Anschein nach so unbedeutende Sache, die dieser Blume unendlich viel Kraft kostet.

Heute habe ich der Oberbürgermeisterin geschrieben. Ich habe Angst mich zu verrennen, denn ich laufe ganz alleine. Aber aus diesem Grund spüre ich Kampfgeist. Ich mag nicht wegsehen, nur weil es unbequem sein könnte. Und ich muss kein Amt bekleiden, um zu handeln. Ich bin Bürger, ich bin ein Mensch, das muss reichen, um Einsatz zu zeigen und Rechte einzufordern. Und der reguläre Amtsweg war mir schon immer zuwider.

Eine Einladungsliste für die Lesung mit FIRNIS im Heimatmuseum wächst. Vielleicht gibt es dort auch eine neue Lesenacht? Ich weiß es noch nicht. Klar ist, dass dies die erste Lesung werden wird und ich auf viele Spenden hoffe, die dem restaurationswürdigen Heimatmuseum und dem Stadtarchiv zugutekommen sollen. Drei weitere Lesungen in Buchläden sind ebenfalls geplant, allerdings in kleinerem Rahmen.

Mir fiel mal wieder auf, dass ich, auch beim Einkaufen, jeden Informationssatz oder Werbespruch analysiere, ihn – nach meinem Ermessen – umstelle und auf Fehler kontrolliere.

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