Gelesen: Patrick Süskind »Der Kontrabaß«

Im Klappentext sagt Patrick Süskind: »Ich bin 1949 in Ambach am Starnberger See geboren und spiele nicht Kontrabaß, sondern Klavier. Kontrabaß schrieb ich im Sommer 1980. Es geht darin – neben einer Fülle anderer Dinge – um das Dasein eines Mannes in seinem kleinen Zimmer.«

Und dennoch fasziniert nicht allein der Ich-erzählende Protagonist, der seine Kehle wiederholt mit einem Schluck Bier kühlt, dessen Name wir nicht erfahren und dessen Umgebung für uns blind bleibt.

Virtuose Zugkraft besitzt dieses kleine 96 Seiten starke Buch, das Gänsehaut vermittelt und ein Schmunzeln auf mein Gesicht zauberte. Ein Pageturner fernab von actionreichen Dan Brown Büchern und überlasteten Fantasyschinken. Herrlich erfrischend und dabei schon mehr als ein viertel Jahrhundert alt.

Ich fragte mich nach jeder Seite: Wo bringt es mich hin? Und am Ende fühlte ich mich nicht verraten, sondern wunderbar unterhalten, nahezu grandios. Ein Solostück, das 1980 entstand und am 22. September 1981 mit Nikolaus Paryla als Regisseur und Darsteller des Kontrabassisten im Cuvilliéstheater in München uraufgeführt wurde, wie die Copyrightseite verrät.

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Patrick Süskind
»Der Kontrabaß«
Diogenes Verlag
96 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 3-257-01658-1

 

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