Gedanken zum Lesen

In dieser Zeit, in der ich mich intensiv mit Patrick Süskind beschäftige, stelle ich mit Wehmut fest, dass es ein Buch wie »Das Parfum« kein zweites Mal geben wird. Die Idee ist so brillant, die Umsetzung nahezu perfekt – davon muss sich ein Autor mehrere Scheiben abschneiden, um auch nur entfernt an Stil und Story zu gelangen. Traurig registriere ich somit, dass ich lange suchen werden muss, um ein ähnliches Buch erneut zu lesen. Ein wenig lethargisch arbeite ich weiter, weiß ich doch, dass ich noch lange kein Süskind bin, auch nicht sein möchte, jedoch annährend sauber schreiben will, mit meiner eigenen Stimme. Und diese zu finden, zu pflegen, herauszuarbeiten ist gar nicht so einfach.

Ehrgeiz packt mich dann wieder, jegliche Faulheit wird zur Seite gekämpft, weiterschreiben heißt die Devise und daraufhin arbeiten, ein Werk zu schaffen, das nahezu als perfekt gilt.

Und was die Lektüre betrifft: Ein paar Süskinds fehlen noch und der neue Moers naht auch. Da kann auch nicht viel schief gehen. Vor Jahren, nein vor Monaten hätte ich nie gedacht, dass ich mich mehr und mehr von der Phantastik entfernen könnte. Aber ich muss zugeben, dass ich dem Horror und der Fantasy, die ich eh nur nebenbei las, überdrüssig geworden bin.

Walter Moers schreibt zwar phantastische Geschichten, doch würde ich sie eher in die Kategorie Märchen einsortierten, als in die klassische Phantastik.

Ich benötige dringend ein paar neue Entdeckungen, die gerne auch älter sein dürfen.

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