Von wütenden Männchen

Gestern stürzte mir dreimal das Programm ab, jedes Mal, wenn ich eine sehr lange, nicht gespeicherte, E-Mail beantwortet hatte und auf senden klickte, das alles vor sieben Uhr morgens. Später fiel mir ein Gewürzstreuer aus dem Schrank, natürlich öffnete er sich während des Falls und puderte Küche und Katzenfutter mit geriebenen Muskat. Da muss es so halb neun gewesen sein.

Mittags hörte ich ein seltsames Geräusch aus dem Badezimmer. Und? Was mag da wohl stehen? Genau! Die Waschmaschine. Sie schleuderte mal wieder nicht. Die nasse Wäsche auf den Heizungen verteilt, darunter Handtücher gelegt, denn die Pfützen bildeten sich rasch. Anschließend habe ich den Techniker angerufen. Mittwoch, also morgen, kommt schon jemand. Super! Ich sollte mit ihm schon mal vorab Termine machen. Ein Zwei-Wochen-Abo, dann erspare ich mir die Telefonate.

Die Jüngeren unter euch werden es nicht kennen, aber wer in meinem Alter ist, dürfte sich noch an das HB-Männchen erinnern. Ich habe nie HB geraucht, geschweige denn überhaupt geraucht – bis auf einen halbjährlichen Ausflug mit 16 Jahren, als ich so cool wie die anderen sein wollte und rasch merkte, dass Coolness sich nicht durch eine brennende Fluppe im Mundwinkel ausdrückte.

Wie dem auch sei, so wie das HB-Männchen ging ich gestern wütend in die Luft. Später war ich dann sehr ruhig. Schließlich ist bald Weihnachten!

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