An so einem Tag …

Es gibt Tage, die fangen gut an. Es gibt aber auch welche, da bleibt man besser im Bett.

Ich stehe gerne früh auf, auch in den Ferien. Die Kinder schlafen dann noch und ich kann in Ruhe ein paar Dinge erledigen. Heute meinte mein Sohn, ebenfalls um halb sechs aufzuwachen. Obwohl ich mich noch mal mit ihm zusammen hinlegte, döste nur ich, er nicht.

Okay, standen wir also auf und begannen den Tag. Lange Zeit habe ich keinen Kaffee wegen der Schilddrüse getrunken, die macht aber eh was sie will und das zügig und total durcheinander, dass ich mir doch mein aufgebrühtes Koffein gönne. Nun, ich mahlte die Bohnen, so wie immer. Steckte den Filterbeutel in den Filter, füllte das Kaffeepulver ein und schaltete das Gerät an, um anschließend das Frühstück vorzubereiten. Als ich mir Kaffee einschütten wollte, war in der Kanne nicht mehr als heiße Luft. Ich hatte vergessen, Wasser einzufüllen. Leicht genervt über meine Blödheit, holte ich das nach. In der Zwischenzeit saugte ich, sah zur Kaffeemaschine hin und freute mich auf eine Putzorgie: braune Brühe lief an der Kanne vorbei, über die Ablagefläche, die Schränke hinunter, in jede Ritze und unter die Küchenzeile.

Ich hatte die Kanne nicht richtig druntergestellt. Kurz vor einem kleinen Schreikrampf schrubbte ich also die Küche. DANN bekam ich im dritten Anlauf meine Tasse Kaffee, die ich – auf dem Weg ins Arbeitszimmer – auf der Treppe verschüttete.
Wie ich meinen Vormittag mit Kaffee füllen kann, dachte ich und hätte mich am Liebsten … aber lassen wir diese Gewalttätigkeit am frühen Morgen.

Danach putzte ich erst mal das Bad – dabei lässt es sich herrlich abreagieren, zumal ich – multitaskingfähig – mit einer Freundin telefonierte. Dummerweise vergaß dann eine unserer Katzen so lange auf dem Katzenklo zu bleiben, bis … nunja … okay… ich musste also anschließend noch den Boden wischen. Es wird Zeit, dass die vier Herrn und die eine Dame (auch Zicke genannt) lernen, auf unser Klo zu gehen. Kann ja nicht so schwer sein. Anschließend bringe ich ihnen bei zu saugen und den Boden zu wischen.

Ich sitze jetzt endlich hier, an meinem Schreibtisch. Eine Tasse Kaffee vor mir – diesmal hat auch alles geklappt und versuche nun mein Urteil zu »Kingdom Hospital« zu verfassen, bevor ich – falls die Ruhe noch mal zurückkehren sollte – wieder ein wenig an Mister Zed herumfeilen werde. Kein Buch hat mich jemals so geärgert wie Band 33 der Serie Rettungskreuzer Ikarus. Aber mich kriegt Zed nicht klein! Grrrrrr …

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