Lesen in der Schule

Wie schon erwähnt, lese ich einmal in der Woche mit den Kindern in der Schule. Das heißt: Nicht ich lese, sondern sie lesen mir etwas vor. Da ich die aus dem Lehrplan vorgegebenen Texte aber ziemlich langweilig finde und die Lust zum Lesen dadurch – meiner Meinung nach – nicht unbedingt angeregt wird, suche ich mir jede Woche ein anderes Buch raus.

Beim letzten Mal lasen die Kinder somit abwechselnd ein paar Abschnitte aus Michael Endes »Die Zauberschule und andere Geschichten«.
Vor Weihnachten verführte ich die Kids mit dem Klassiker der deutsche Literatur: »Knecht Ruprecht«, aber auch »Felix feiert Geburtstag« oder »Das Z zerplatzt« von Chris van Allsburg eignete sich als Lesestoff. Schade finde ich, dass in der einen Schulstunde viel zu wenig Zeit bleibt, um mit allen Kindern gemeinsam im Kreis zu lesen. Die neue Schulform – Unruhe pur und jeder arbeitet was er will, wie weit er will und wie er mag – finde ich allerdings eh mehr als bescheiden. Zudem besteht die Klasse zur Hälfte aus Erstklässlern und Zweitklässlern. Untereinander müssen sie sich helfen, was sicherlich nicht schlecht ist, allerdings frage ich manchmal wie die Kinder aus der 2. Klasse zu ihren Aufgaben kommen sollen, wenn sie den Kinder der 1. Klasse den Stoff erklären sollen. Ferner müssen sie sich vieles selbst beibringen. Konzentration bleibt – nach meiner Beobachtung – auch auf der Strecke, da irgendwie immer irgendwer in der Klasse umher rennt, Aufgaben zeigt, Fragen stellt, Aufgaben holt, wegräumt, an den Computer geht …

Es soll die Selbstständigkeit fördern. Ahja. Wieder so eine tolle Idee von gaaaanz oben, von Leuten, die keine Kinder haben und auch irgendwie das logische Denken am Portal zum Bundesministerium abgeben haben.

Nun, wie dem auch sei. Das Lesen in der Schule finde ich immer sehr interessant und die meisten Kinder lesen auch gern – wenigestens das! :-)

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