Blaubär ist nicht gleich Blaubär

»Du warst in einem Kindermusical? Lese ich Blaubär, lese ich daran vorbei«, bekomme ich zu hören.

Ich muss wohl mal Aufklärung leisten.

Vor vielen vielen Jahren, da malte ein Mann namens Walter Moers einen blauen Bär. Er taufte ihn Blaubär. Und weil er ein Bär war, der gern zu See fuhr, hieß er fortan Käpt’n Blaubär. Dieser Blaubär war ein alter Bär und er erzählte seinen Neffen Geschichten von der See – Lügengeschichten meinen die anderen, Käpt’n Blaubär behauptet aber, er hätte sie alle erlebt. Er wurde ein Blaubär für Kinder.
Walter Moers verkaufte die Rechte seines Blaubärs an den WDR, der daraus eine Serie machte. Es erschienen Bücher und eine Serie entstand.

Doch Walter Moers war gar nicht so zufrieden mit diesem vermarkteten Blaubär. Da er aber nichts daran ändern konnte, schuf er einen neuen Käpt’n Blaubär, verpasste ihm 13 ½ Leben und schrieb einen 700 Seiten Roman für Erwachsene.

Dieser Romane, der mit keiner Fantasy oder sonstigem Werk vergleichbar und keinesfalls für Kinder geeignet ist, stand lange Zeit auf der Bestsellerliste.

Nun kam ein anderer Mann daher, nennen wir ihn Martin Lingnau und wollte daraus ein Musical machen.

Walter Moers war skeptisch, sagte aber zu.

Und es entstand das wohl erlogenste Musical der Welt, das … ich wiederhole gerne noch einmal … NICHT auf dem Kinder-Blaubär beruht, sondern auf den Zamonien Roman Für Jugendliche ab 13 1/2 »Die 13 ½ des Käpt´n Blaubär«.

In diesem Sinne.

Zamonien … auf nach Zamonien ….

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