Abgestaubt oder so bastel ich mir meine Tafel mit antikem Charme

In einer kleinen Halle, hier in der Nähe, findet jeden Mittwoch und jeden Samstag Trödelmarkt statt. Wir waren schon länger nicht mehr dort, Mittwochs noch nie, aber heute ergab es sich und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt.

Schon sehr lange suche ich nach einem alten Bilderrahmen. Heute habe ich ihn gefunden – zu einem Spottpreis.

Der Rahmen ist noch sehr gut erhalten, dunkel lasiert, der Rand mit kugelförmigen Intarsien verziert, er stammt schätzungsweise aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Rückwand ist zwar beschädigt, aber das stört nicht, denn es kommt eh ein neues Brett rein, das mit Tafellack bestrichen wird. (Tafellack habe ich über das Internet bestellt, weil es bei den ortsansässigen Baubedarfshändlern nicht zu bekommen war.) Und dann habe ich endlich meine antike, selbst gemachte Küchentafel. Individueller geht es nicht.

Beim gleichen Händler habe ich auch eine alte Ausgabe von Daniel Defoes »Robinson Crusoe« aus dem Gerhard Stalling Verlag Oldenburg, 1925 gekauft. Einband und Federzeichnungen stammen von Hans Pape.

Ebenfalls fand ich dort eine Ausgabe von Wilhelm Busch, die mir fehlte. Ich sammle keine Wilhelm Busch Bücher. Nein. Aber als Kind habe ich Wilhelm Busch sehr gerne gelesen – und zwar eine Ausgabe, die aus zwei dicken Bänden bestand. Ein Band habe ich letztes Jahr auf dem Trödelmarkt gefunden, den zweiten heute.

Auch mein Sohn fand eine Ausgabe der Lustigen Taschenbücher, die er schon länger gesucht hat.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Trödelmarkt wirklich nur aus ein paar wenigen, dafür umso reich bestückten Ständen besteht, haben wir richtig gute Beute gemacht.

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