Anglizismen

Es gibt einen Verein, der die deutsche Sprache retten möchte. Die »Aktion Lebendiges Deutsch« haben vier Herrn ins Leben gerufen. Sie suchen deutsche Bezeichnungen für Anglizismen.

Also schreiben wir zukünftig keine E-Mails mehr, sondern E-Post. Wir dürfen nicht mehr chillen und schon gar nicht relaxen, nein ab sofort wird wieder ausgespannt und rumgegammelt oder abgehangen.

Wir telefonieren nicht mehr mit dem Handy, sondern mit dem mobilen Handtelefon oder dem Taschentelefon. Wir downloaden oder uploaden nicht mehr, sondern laden rauf und laden runter. Das Cover ist ab sofort wieder ein … ja, was denn eigentlich? Die Buchvorderseite möglicherweise.

Außerdem recyceln wir nicht mehr – wir verwerten wieder und aus alt wird neu.

Die Website wird zur Homepage, ach nee … zur Heimseite, zur privat/beruflich-elektronischen Informationsseite … Und wie heißt Internet auf Deutsch?

Dies ist kein Blog mehr, sondern ein elektronisches Tagebuch.

Virtuell gibt es ab sofort nicht mehr, obwohl das nicht aus dem Englischen, sondern aus dem Französischen kommt.

Und was ist eigentlich mit dem italienischen Virtuos oder mit der lateinischen Vision? Keine Anglizismen, wohl wahr, aber doch in der deutschen Sprache seit längerer Zeit verwurzelt. Warum auch nicht?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Fürsprecher dieser Aktion bin. Zukünftig darf ich nichts mehr cool finden, sondern kühl und damit coolt kühlt die Begeisterung, die ich zum Ausdruck bringen wollte, merklich ab. Also bleibt es bei „Toll!“ „Klasse!“ „Genial!“

Es ist machbar, ja, aber muss es sein? Habt ihr weitere Vorschläge?

 

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