ReFood

Was so klingt wie das Ergebnis einer schweren Magen-Darmstörung ist ein Unternehmen, das nach kurzen und langen Überlegungen bei mir oben erwähntes Ergebnis hervorrufen kann.

Was ist ReFood?

Seit einiger Zeit begegnet mir immer mal wieder ein LKW mit der Aufschrift: RE-Food, und dem Hinweis, sie würden das verwerten, was andere wegwerfen. Ein Bild zeigt einen Mann, der einen Teller mit Essensresten in den Müll wirft.

Wie denn? Ich meine, zu was werden denn Abfälle verwertet?

Tierfutter? Glaub ich nicht.

Seife? Wurden dafür nicht die Knochen der beim Tierarzt eingeschläferten Tiere verwendet? Früher natürlich nur.

Schmierkäse? Gouda? Fastfood? Hamburger?

Google weist mir den Weg zu dem Unternehmen, das mir erklärt:

»ReFood ist der Marktführer im Bereich der Entsorgung organischer Reststoffe aus Großküchen, Kantinen und dem Einzelhandel. ReFood setzt als ISO-zertifiziertes Entsorgungsfachunternehmen bei der Einsammlung und Verwertung von Küchen- und Speiseresten, gebrauchten Speiseölen sowie verpackten und unverpackten Lebensmitteln aus der Nahrungsgüterproduktion und dem Handel internationale Qualitätsmaßstäbe. ReFood verrichtet diese Dienstleistung an 60.000 Anfallstellen mit 14 Vertriebs-, Logistik- und Produktionsstandorten flächendeckend in der gesamten Bundesrepublik Deutschland.«

Aha. Und dann? Was passiert denn dann damit?

Ich suche auf der Webseite herum. Alles klingt toll, doch zwei Dinge sind geduldig: Papier und das Internet.

Dann finde ich das hier:

»Verwertung – Die Verwertung von Küchen- und Speiseabfällen zu einem hochwertigen Gärsubstrat für Biogasanlagen ist ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich. Die eingesammelten Öle und Fette finden ihre Verwertung in der Energiegewinnung (Stichwort „erneuerbare Energie“) sowie in der Biodieselherstellung oder in der Chemischen Industrie.«

Aha. Okay. Hoffentlich wissen das auch alle Mitarbeiter. Denn ich kann Schlagwörter wie „Gammelfleisch“ und Gammelkäse“ nur schwer aus meinem Kopf kriegen.

ReFood… sicherlich eine gute Sache, die bei mir dennoch unappetitliche Assoziationen hervorruft.

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