Es war einmal … Veröffentlichung nach 14 Jahren

Wer erinnert sich noch? Es war für mich die größte Vorbestellerliste, die ich je für ein Buch hatte. Ich erhielt auf die, auf meiner Website stehenden Leseproben, positive Resonanzen und alle Testleser waren der Meinung, über eine Veröffentlichung müsste ich mir keine Sorgen machen. Selbst die Kinder einer Grundschulklasse, in der mein allererstes (!!) Kinderbuch von ihrer Lehrerin – meiner Schwägerin – 1997 gelesen wurde, fanden die Geschichte “geil”.

Doch die Verlage sahen das nicht so. Seit 1996 habe ich »Die Hobbijahns« mehrfach überarbeitet, einen Charakter rausgeworfen, den Anfang umgeschrieben.

Thomas Hofmann hat sich vor vielen Jahren für meinen Banner schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie ein Hobbijahn aussehen konnte und kam zu diesem Ergebnis:

Hobbijahn

Doch mehr wurde nie daraus.

Dann kam im September dieses Jahres die E-Mail, die alles verändern sollte:

Der Drachenmond Verlag verlangte nach einer Geschichte. Sofort! Es ging um eine sehr interessante Aktion, über die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte. Ich schickte dem Verlag zwei kurze Manuskripte – Novellen für Kinder. Aber mit dem Hinweis, wenn es da ein „Ja“ geben sollte, muss ich die Texte überarbeiten. Es gab ein Ja – und zwar für meine allererste Novelle. Fast 14 Jahre alt. Ich habe drei Tage bis spät abends an der Überarbeitung gesessen. Denn es eilte. Natürlich.

4-10 Tage hieß es, dann gäbe es eine Antwort, ob das erwähnte Projekt funktionierte. Die 10 Tage gingen vorüber, nichts geschah. Am Abend des 04.10.2009 erhielt ich die E-Mail vomTitel_Hobbijahns Verlag. Selbst wenn das Projekt platzt, hieß es darin: »Die Hobbijahns veröffentlichen wir 2010 trotzdem.«

Der Drachenmond Verlag hat Hebbijahn und Peppijahn aus meiner Schublade geholt. Der erste Coverentwurf (noch ohne Autorennamen) ist schon fertig und ich finde es phantastisch! Wie schon bei »Die Regenbogenläufer – Geschichten für Groß & Klein« stammt es von Jan Radermacher.

Als das Cover am 06.10. per E-Mail eintraf schrieb ich auf Twitter ein unendliches »AHHHHH«.

Viele glaubten, es müsse etwas Großartiges sein, das mir widerfuhr, flaxten über den Literatur-Nobelpreis.

Aber für mich war es mehr: Es war unbeschreiblich, ein Bild zu der ersten Novelle zu sehen, zu dem Buch mit dem alles begann, das jedoch nie nach draußen durfte. Mit einem Mal wurde es real, bekam alles Hand und Fuß.

Der Literatur-Nobelpreis ist nichts dagegen!

»Die Hobbijahns« gehören für mich zu einem anderen Lebensabschnitt. Ich begann sie zu schreiben, als ich noch einen anderen Nachnamen trug und der Boden unter den Füßen sehr wellig wurde. Die Figur »Hobbijahn« erfand meine Tochter, – es waren ihre imaginären Freunde. Die Geschichte dazu schrieb ich, um ihnen einen dauerhaften Platz in unserem Leben zu geben.

Jetzt kommen sie endlich in Buchform – 2010! Für mich ein Ereignis!

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