Rezension: »Sweet & Easy – Enie backt: Meine neuen Backrezepte« von Enie van de Meiklokjes / Tre Torri Verlag

© Cover: »Sweet & Easy – Enie backt: Meine neuen Backrezepte« von Enie van de Meiklokjes / Tre Torri Verlag

© Cover: »Sweet & Easy – Enie backt: Meine neuen Backrezepte« von Enie van de Meiklokjes / Tre Torri Verlag

Aktuell läuft die dritte Staffel »Das große Backen« auf SAT 1, bei der Enie van de Meiklokjes als Moderatorin zu sehen ist. Sie urteilt nicht über die Backwerke der Kandidaten und backt auch nicht mit, hilft aber gerne schon mal und nascht noch viel lieber.
Zeitlich passend erscheint das vierte Buch »Meine neuen Backrezepte« (Tre Torri Verlag) aus der Reihe Sweet & Easy, nach ihrer gleichnamigen Serie auf SIXX, in der sie bereits seit 2012 vor der Kamera backt.

Mit ihrem vierten Buch beweist die am 01. August 1974 in Potsdam geborene Backfee erneut ihre Backkünste – sweet and easy.

Zum Buch

159 Seiten im quietschgelben Hardcover, darin fast 90 Rezepte, jeweils mit einem Foto versehen. Vorne ein kurzes Verzeichnis, hinten ein Rezeptregister. Wie schon bei den drei Vorgängern bietet Enie eine breite Palette an Backwaren – von süß bis herzhaft, von simpel bis aufwändig. Diesmal geht Enie jedoch auch auf einige Ernährungstrends ein. So finden sich vegane Backnaschereien und Superfoods, aber auch Rezepte für Low Carb und glutenfreie Kuchen. Auffallend ist diesmal der japanische Backkult, der im Buch für einen Hauch Asien sorgt. Interessant ist das Kapitel Backen mit Dampf für alle, die einen Dampfgarer besitzen – ich stehe zwar ab und an unter Dampf, aber das ist auch schon alles. Darum habe ich mich auf alles gestürzt für das ich einen Ofen benötigte.

Schneeball-Plätzchen, schnell gemacht, noch schneller gegessen.

Schneeball-Plätzchen, schnell gemacht, noch schneller gegessen.

Was habe ich daraus gebacken?

Es fiel mir schwer aufzuhören. Wie bei allen Enie-Büchern konnte ich mir vorne ins Buch ein Post-it kleben mit dem Hinweis: Alles super, alles nachbacken.
Begonnen habe ich mit:

Sunoboru Kukki (S. 37), auch Schneeball-Plätzchen genannt. Ein wunderbar kurzes Rezept mit wenig Zutaten und noch weniger Aufwand. Die Plätzchen habe ich während der Zubereitung des Abendessens und dem Anrühren eines Kuchens gebacken. Die Schneebälle wurden von meiner Familie so schnell gegessen, wie sie angerührt und gebacken wurden. Da muss ich demnächst noch mal ran.

Besagter Kuchen nennt sich Magic Cake (S. 16/17) – wahrlich magisch. Enie verwendet eine 18er Backform. Die hatte ich nicht. Also nahm ich eine normale 24er Backform. Das funktioniert zwar auch, doch die Magie des Kuchens ist ein bisschen kleiner. Der wahre magische Effekt kommt tatsächlich bei einer kleineren Form deutlich besser zur Geltung. Der Kuchen ist aber trotzdem super. Er sieht aus, als bestünde er aus drei verschiedenen Teigen. Stimmt aber nicht. Nur ein einziger Teig in einer einzigen Schüssel wird für diesen Kuchen benötigt. Ein Kuchen, dessen Zutaten sich – gewollt – so absetzen, dass er dreischichtig aussieht. Witzig, lecker und wirklich easy. Die 18er Backform habe ich mir jetzt gekauft, damit die Magie beim nächsten Backen zauberhaft wirkt.

Blitz-Orangen-Gugels nach einem Rezept von Enie

Blitz-Orangen-Gugels nach einem Rezept von Enie

Es folgten Blitz-Orangen-Gugels (S. 78/79). Alle Zutaten landen im Mixer – Turboteigmischung. Sehr cool. Leider gab es nur ein Problem, die Orangen schmecken noch nicht im September, die Schale ist bah und somit musste ich ein bisschen ausweichen. Ich habe frisch gepressten O-Saft und – für den herben Geschmack – Grapefruitsaft aus der Packung verwendet. Das funktionierte auch.  Die Gugels sind im warmen Zustand köstlich und mit einem Haps weg.

Kommen wir zu dem Lieblingskuchen meines Mannes: Cheescake. Seit ich Cynthia Barcomis »Cheescakes, Pies & Tartes« verinnerlicht habe, backe ich zwei bis drei Cheesecakes im Monat, meist frei Schnauze oder besser frei nach meinem Bauch. :-)
Enies Double Cheescake (S. 60/61) musste unbedingt auf den Kuchenteller. Auch hier verwendet Enie eine kleinere Springform –  Größe 22. Hatte ich nicht. Menno. Die 18er wäre zu klein gewesen, die 24er zu groß, trotzdem wählte ich die größere.
Der Boden wird aus Erdnusskeksen hergestellt. Die hatte ich auch nicht, darum nahm ich Butterkekse und Erdnussbutter, anstelle von normaler Butter. Die Käsecreme besteht im Rezept aus 800 g Frischkäse. Das ist eine Menge. Bei meinen sonstigen Cheescakes halbiere ich die Frischkäseportion und ergänze mit griechischem Joghurt. Das habe ich hier auch gemacht. Alles funktionierte wunderbar. Allerdings ist dieser Cheescake so mächtig, ein Stück und du bist den ganzen Tag satt.  .

Back-Galerie zum Buch

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Fazit

Erneut beweist Enie van de Meiklokjes, dass auch mit weniger Zutaten köstliche Backkreationen entstehen können.  Der vierte Band »Sweet & Easy – Enie backt: Meine neuen Backrezepte« bietet eine vielfältige Mischung für jeden Anlass, geeignet für Anfänger oder Fortgeschrittene. Wer gerne backt, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Sweet & Easy – Enie backt: Meine neuen Backrezepte
Tre Torri Verlag GmbH
Hardcover, September 2016
160 Seiten, zahlreiche Farbfotos
ISBN 978-3-960330-00-4
€ 19,90

 

 

Webtipps

 

© Cover: »Sweet & Easy – Enie backt: Meine neuen Backrezepte« von Enie van de Meiklokjes / Tre Torri Verlag

Vielen Dank an den Tre Torri Verlag.

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