Rezension: »Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen« von Bastian Sick / KiWi Verlag

© Cover: »Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen« von Bastian Sick / KiWi Verlag

© Cover: »Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen« von Bastian Sick / KiWi Verlag

Der 1965 in Lübeck geborene Bastian Sick studierte Romanistik und Geschichtswissenschaft, während seines Studiums arbeitete er als Korrektor für den Carlsen-Verlag. Danach folgten Stationen als Journalist beim SPIEGEL bzw. SPIEGEL Online. Bekannt wurde er vor allem mit seiner Kolumne »Zwiebelfisch«, in der er ab 2003 die deutsche Sprache analysierte und zerpflückte.
Er veröffentlichte mehrere Bücher, u.a. den Mehrteiler zu »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod«.

In seinem neuesten Buch »Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen« beschäftigt sich Bastian Sick mit den Unzulänglichkeiten unserer Mitmenschen. 

In seinem Vorwörtchen verknüpft Bastian Sick einige Phrasen zu einem Märchen zusammen. Bei allem Respekt (und das meine ich ernst, denn ich schätze Bastian Sick sehr), mit purer Hochnäsigkeit und Arroganz behaupte ich, das kann NIEMAND besser als ich. :-)  
Da solche Behauptungen zu NIEMAND SONST als dem TEUFEL persönlich passen, wechseln wir schnell das Thema und schauen, ob der Teufel ein Schnäppchen mit richtiger Größe erwischt hat. 

Ins Buch geschaut

Ein Taschenbuch mit flexiblem Einband, darin 224 Seiten mit vielen Bildern.  

Zitat: Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache. 

Das könnte zutreffen.
Das Inhaltsverzeichnis teilt die Bilder in einzelne Kategorien. Da ist “Alles frisch?”, manches “Gar nicht lustig!”, darum bewegen wir uns in “Haus und Garten”. 

Kleine Sick-Sammlung

Es folgt das bereits oben erwähnte Vorwörtchen – Worte, keine Bilder. 
Die nachfolgenden Seiten sind gefüllt mit Fundstücken aus Zeitung, Internet oder dem wahren Leben: Fehlerhafte Zeitungsausschnitte, Plakate mit Rechtschreibfälehlern, Angebote mit fragwürdigem Inhalt und manchmal Anzeigen, in denen alles falsch geschrieben ist. 
Lustig? Ich weiß nicht. 

Fazit

In »Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen« wird über die geistigen Fehlleitungen und Vertipper unserer Mitmenschen gelacht. Und manchmal auf Verbote (S. 138/139) hingewiesen, die auf dem Foto zunächst seltsam erscheinen, möglicherweise aber einen sinnvollen Hintergrund haben. 
Sich über die Fehler anderer Menschen lustig zu machen, wirkt auf mich immer, als müsse von den eigenen Unzulänglichkeiten abgelenkt werden. Das ist bei Bastian Sick sicherlich nicht der Fall, er ist ein Mann der Sprache. Dennoch habe ich in »Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen« mit gemischten Gefühlen geblättert. Gelacht? Selten.  

Mir widerstrebt es negative Worte über ein Buch zu verlieren, aber begeistert hat mich diese Ansammlung an Schreibzeugnissen nicht.
Doch Humor empfindet bekanntlich jeder anders. Von daher: Viel Spaß!

 

Bastian Sick
»Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen«
 KiWi Verlag, Juni 2017
Taschenbuch broschiert, 224 Seiten
ISBN 978-3462050295
12,99 €

 

Webtipps

 

© Cover: »Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen« von Bastian Sick / KiWi Verlag

Vielen Dank an den KiWi Verlag für die Zusendung des kostenlosen Rezensionsexemplars. 

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