Rezension: »Der zerstreute Zeitreisende« von Terry Pratchett, Piper Verlag 2022

Cover: "Der zerstreute Zeitreisende", Terry Pratchett, Piper Verlag 2022
Terry Pratchett
»Der zerstreute Zeitreisende«
Hardcover mit Schutzumschlag
Piper Verlag 2022
ISBN 978-392706254
336 Seiten, 18,00 €
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Illustrationen: Mark Beech

[Werbung – kostenloses Rezensionsexemplar]

Terry Pratchett, geboren 1948 in England erfand die legendäre Scheibenwelt. Er verstarb 2015. Ein neues Buch können die Fans nicht erwarten. Diese siebzehn Kurzgeschichten stammen aus dem Beginn seiner Karriere als Schriftsteller. Er war siebzehn Jahre alt als er sie schrieb und in der Daily Press und bei Bucks Free Press publizierte. Für den gemeinsam Erstauftritt in einem Buch wurden sie ein wenig aufpoliert, erzählt das Vorwort, das vermutlich von seine Ehefrau Lyn Pratchett stammt.

Inhalt

Die Geschichten erzählen vom ersten Mann auf dem Mars, der ausgesprochen höflich ist, von einer Insekten-Kombo, die sich Hilfe holen, um die gefährliche Kröte zu eliminieren, dem Müll sammelnden Streifenmann oder eine Invasion auf der Erde. Da wäre ein Kapitän, ein Yeti, eine Zauberin und ein Kästchen, das sprechende Pferd Johnno, das keine Hunde mag und seinem Freund Sid zur Hochzeit verhalf. Mit dem Computer Mark Eins erleben die Leser:innen die wunderbare Reise des ältesten Computers der Welt, der noch längst nicht zum alten Eisen gehört.

Dank der kurzen Erzählungen lernen wir, dass Zeitreisen alles durcheinander bringen, ein Fußballzauberer durch die imaginäre Kraft des gemeinsamen Glaubens zum Fußballzauber wird und der Mensch seine Vorfahren lieber in den Käfig steckt als willkommen zu heißen.

In „Mr Trapcheese und seine Arche“ baut William Trapcheese nach einem Traum eine Arche, um ihn und seine Frau vor der großen Flut zu retten. Wie in der Originalgeschichte aus der Bibel, erntet er Spott und Hohn bis die Regen einsetzt. Doch die Geschichte endet mit „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“. Nur wer lacht und warum? Das wird an dieser Stelle nicht verraten.

Fazit

Auf 323 Seiten in großzügigem, teils verspieltem Druck mit zahlreichen S/W-Zeichnungen von Mark Beech ist dieses Hardcover ein visuelles Highlight. Die 17 Geschichten aus den Anfängen des Entdeckers der Scheibenwelt sind nette, teils verrückte, unaufgeregte, kleine Märchenstorys zum Schmunzeln. Für Pratchett-Fans und für alle, die zwischendurch eine Geschichte mit mehr oder weniger verstecktem Zynismus über die Menschheit lesen möchten. Auch für junge Leser:innen geeignet.

Weblinks

Weitere Infos zum Buch beim Piper Verlag

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Vielen Dank an den Piper Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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