DSDS

Bisher habe ich mich darüber ausgeschwiegen, aber ja – auch in diesem Jahr – habe ich DSDS gesehen, obwohl ich sagen muss, dass ich diesmal gut darauf hätte verzichten können. Aber nun habe ich einen Sohn im DSDS-fähigen Alter. Und während Dieter Bohlen seine Sprüche klopfte, der wohl schrägste Zickenkrieg aller DSDS-Zeiten ausbrach und die interessanteste Selbstvermarktung einer jungen, blonden Frau für Schlagzeilen sorgte, ließ sich recherchieren, twittern, schreiben, mailen oder einen Teil des administrativen Scheiß erledigen.

Für mich war von Anfang an klar, dass Daniel Schuhmacher gewinnen und Sarah Kreuz den zweiten Platz erhalten würde. Ich meine, wer sonst? Beide singen klasse. Aber Daniels Stimme ist spezieller und wenn er viel Glück hat, könnte er auch international eine Chance haben. Das Finale – und darum gibt es heute diesen Eintrag auch – zeigte wahre Größen. Beide Finalisten gönnten dem anderen den Sieg und es schien nicht nur so daher geredet gewesen zu sein. Ihr Duett war einer Single würdig und als der Gewinner am Ende bei seinem Gewinnersong die Zweitplatzierte erneut zum gemeinsamen Singen dazu holte, hatte dieser Moment etwas von einer wahren Größe, die selten in diesem Showbusiness ist.

Hey, da hat ja ein Mensch gewonnen und singen kann er auch noch.

Ich wünsche Daniel Schuhmacher alles Gute für seine (hoffentlich folgende) Karriere. Auch wenn der große Rummel irgendwann aufhört, letzendlich ist es das Durchhaltevermögen, gekoppelt mit Talent und Ehrlichkeit, die den Star vom Sieger unterscheidet.

 

 

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.