Rezension: »Sommernachtsfrauen« von Keith Donohue

Sein Debüt »Das gestohlene Kind« hat mich begeistert, darum interviewte ich den US-Autor 2009 für das Magazin phantastisch!. Sein zweiter Roman »Der dunkle Engel« – obwohl stellenweise etwas langatmig – wies interessante Aspekte der phantastischen Literatur auf, die mir gefielen. Könnte Keith Donohues dritter Roman »Sommernachtsfrauen« an meine Begeisterung über sein Debüt anknüpfen? Ich war gespannt. Erster Satz: »Wir alle fallen mal!« Der männliche Erzähler der Geschichte erwacht auf dem Fußboden seines Badezimmers. Er wurde nieder geschlagen. Eine blutende Kopfwunde und eine kurze Bewusstlosigkeit sind …

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Interview mit Keith Donohue – April 2009

In der Aprilausgabe 2009 (No. 34) von phantastisch! erschien das Interview mit Keith Donohue. »Wenn meine Charaktere sich weigern … bringe ich sie um.« Interview mit Keith Donohue von Nicole Rensmann Mit seinem Debüt »Das gestohlene Kind« erregte Keith Donohue Aufsehen in Amerika und zahlreichen anderen Ländern. Der 1960 in Pittsburgh, Pennsylvania geborene Schriftsteller, lebt heute mit seiner Familie in Washington. Er studierte an der Duquesne Universität in Pittsburgh und machte anschließend seinen Doktor (Ph.D.) in Englisch an der Catholic …

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Gelesen: »Das gestohlene Kind« von Keith Donohue

»Ein Märchen für Erwachsene«, so preist der Verlag Keith Donohues Debüt an. »Ein Kind verschwindet und taucht wieder auf. Niemand merkt, dass es nicht das selbe Kind ist, sondern nur das gleiche.« Ein Wortspiel, das mich neugierig machte. Für alle, die Ich-Erzählungen nicht mögen: »Das gestohlene Kind« wird von einem  heranwachsenden Kind und einem Kobold – einem Wechselbalg, wie er sich selbst bezeichnet – erzählt. Aber dieser Roman hat nichts mit den Tolkienschen Kobolden zu tun, sondern erinnert eher an …

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Gelesen: »Der dunkle Engel« von Keith Donohue

Erster Satz: »Wieder hörte sie es klopfen, behutsam und leise.« Margaret Quinn erhält in einer kalten Nacht Besuch von einem jungen Mädchen, das. bepackt mit einem Koffer und einem Zettel am Revers, zitternd vor ihrer Tür steht. Margaret gewährt dem Kind Einlass, gibt ihr etwas zu essen und lässt sie im Zimmer ihrer Tochter Erica schlafen, die mit 17 Jahren, vor mehr als zehn Jahren mit ihrem Freund verschwand. Das kleine Mädchen – Margaret nennt sie Norah – spricht in …

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Gelesen: »Das gestohlene Kind« von Keith Donohue

»Ein Märchen für Erwachsene«, so preist der Verlag Keith Donohues Debüt an. »Ein Kind verschwindet und taucht wieder auf. Niemand merkt, dass es nicht das selbe Kind ist, sondern nur das gleiche.« Ein Wortspiel, das mich neugierig machte. Für alle, die Ich-Erzählungen nicht mögen: »Das gestohlene Kind« wird von einem heranwachsenden Kind und einem Kobold – einem Wechselbalg, wie er sich selbst bezeichnet – erzählt. Aber dieser Roman hat nichts mit den Tolkienschen Kobolden zu tun, sondern erinnert eher an …

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