Gelesen: »Diner des Grauens« von A.Lee Martinez

Stilistische Wunder darf der Leser nicht erwarten, dafür eine teilweise unterhaltsame Horror-Komödie, die ich mir verfilmt – richtig umgesetzt – nicht nur amüsant, sondern sogar als Quoten bringende Abendserie vorstellen könnte. In »Diner des Grauens« bringt der Autor bekannte Figuren und Themen des phantastischen Genres nicht nur an einen Tisch, sondern nimmt sie gehörig auf die Kelle. Vom sagenumwobenen Necronomicon zu tentakeligen Wesen über Vampire, Geister, Hexen, schwarze Magie, heraufbeschworene Götter und Werwölfe, die um den Untergang bzw. die Rettung …

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Gelesen: Comic, Die Wellenläufer von Kai Meyer

Als Kind habe ich gerne Comics gelesen: Mickey Mouse, Donald Duck, Die Gespenstercomics. Geliebt habe ich ein Comic von Lucky Luke und so oft gelesen, bis ich es beinahe auswendig kannte. Heute beschränken sich meine Comicleseereignisse auf das Vorlesen. Somit widerlege ich die These, wer Comic liest, der nimmt nie ein richtiges Buch zur Hand. Blödsinn ist das. Tatsächlich glaube ich, dass Comics den Weg zur vielfältigen Literatur bereiten. Nun habe ich gestern den ersten Band Muschelmagie nach Kai Meyers …

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Gelesen: Patrick Süskind »Das Parfum«

Wunderbar! Schockierend! Einmalig! Lesen! Die Geschichte hallt noch nach, die Gerüche, über die Patrick Süskind in seinem Roman erzählt, die er produziert, sind oftmals so detailliert beschrieben, dass ich aufsah und mich im Raum umschaute, wovon der ein oder andere Duft stammen könne. Tief steckte ich meine Nase in das Buch, fühlte mich eingesogen in die faszinierende Geschichte des jungen Jean-Baptiste Grenouille. Blätterte ich eine Seite um, nahm ich wieder für Sekunden meine Umgebung wahr, hörte die Geräusche um mich …

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Gelesen: »Puls« von Stephen King

Vorab: »Puls« macht seinem Titel alle Ehre.Gern wird ja behauptet, englische oder amerikanische Autoren schrieben ohne den erhobenen Zeigefinger. Bei diesen Aussagen habe ich mich immer gefragt, ob ich die falschen Werke fremdländischer Autoren lese, ob ich zu viel in den Lesestoff hineininterpretiere oder ob diejenigen, die diese Meinung vertreten, Romane anders lesen als ich und somit den erhobenen Zeigefinger nicht entdecken oder nicht als solchen empfinden. Oftmals entpuppt sich dieser viel zitierte Zeigefinger als die für einen Roman so …

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Gelesen: Harry Potter, Band VI

VORSICHT SPOILER! Nun habe ich ihn also beendet, den sechsten Band der Harry Potter Saga, und komme doch nicht umhin, einen Kommentar abzugeben: »Harry Potter und der Halbblutprinz« ist eine nette Geschichte in einem magischen Internat, es geht um die erste Liebe, küssen, knutschen in der Öffentlichkeit, wer geht mit wem. Einiges käme sicherlich leichter zustande, wenn sich die Schüler von Hogwarts des alt bekannten Muggle-Rituals bedient hätten: Zettelchen über den Banknachbarn der Auserwählten/dem Auserwählten zukommen lassen, auf denen steht: …

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Gelesen: »Die Anbetung« von Dean Koontz

»Odd Thomas« gehört ebenso zu meinem halben Dutzend Favoriten. Es ist so ungewöhnlich, dass ich nicht viel darüber sagen möchte«, sagte Dean Koontz über seinen neuen Roman. Odd (engl. = seltsam, kurios) Thomas, so lautet nicht nur der Name des Protagonisten, sondern auch der Originaltitel des Romans, ist ein ungewöhnliches Buch, das von einem ungewöhnlichen Menschen handelt: Odd hasst Waffen, überschreitet manchmal – aus gutem Grund – die Grenzen der Gesetze und arbeitet als Koch in einem Imbiss. Traurige Details …

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Etwas verspätet

»Briefe vom Weihnachtsmann« von J.R.R. Tolkien Wie üblich hat sich der Verlag, Klett-Cotta, bei dieser (Neu-)Ausgabe sehr viel Mühe gegeben. Ein Hardcover mit weihnachtlich gestaltetem Schutzumschlag. Das Buch selbst ist in den Farben grün und rot gehalten. 111 Seiten mit vielen kleinen Geschichten. Auf jeder Seite finden sich Bilder und Illustrationen. Herausgegeben von Baillie Tolkien, übersetzt von Anja Hegemann und Hannes Riffel. Klappentext: Jedes Jahr im Dezember traf für Tolkiens Kinder ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol ein. Er …

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Gelesen: »Krabat« von Otfried Preußler

»Der kleine Wassermann« stellte 1956 Otfrieds Preußlers erste Veröffentlichung dar. Weitere noch heute bekannte Kinderbücher wie »Das kleine Gespenst«, »Räuber Hotzenplotz« oder »Die kleine Hexe« folgten. Damals wie heute erschienen im Thienemann Verlag. Als Kind ging »Krabat« jedoch an mir vorbei. Heute bin ich froh darüber, denn in jungen Jahren hätte ich mich vor dieser dunklen, mystischen Geschichte gefürchtet. Zehn Jahre hat Otfried Preußler, der für seine Werke mehrere Auszeichnungen erhielt, an diesem einzigartigen Grusel-Märchen geschrieben. Er verführt uns mit …

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Gelesen: Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär

»Die 13 ½ Jahre des Käpt´n Blaubär« habe ich gestern beendet. Es hat etwas länger gedauert, aber das ist bei einem 702 Seiten starken Hardcover dieses Kalibers auch durchaus angebracht. Anders ließen sich die verrückten Ideen kaum verarbeiten und visuell vor dem inneren Auge durchspielen. Nachdem ich nun alle Romane von Walter Moers gelesen haben, traf ich alte Bekannte wieder: Hildegard von Mythenmetz natürlich. Oder Rumo, der Wolpertinger, aus dem gleichnamigen Roman, der sich zunächst als stiller Beobachter und dann …

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Und die Würfel rollen wieder …

Erinnert ihr euch? Nach Weihnachten erzählte ich von »Der Polarexpress« und die Neugier auf denjenigen, der die Vorlage zur Verfilmung geliefert hat. Am 18. Juni 1949 wurde Chris van Allsburg in Grand Rapids/Michigan, USA geboren, wo er mit seinen Eltern Doris und Richard und seiner zwei Jahre älteren Schwester Karen aufwuchs. Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er an der Rhode Island Scholl of Design. Später unterrichtete er dort selbst. Er ist Autor und Illustrator zahlreicher Kinderbücher. Seine Geschichten untermalt er plastisch …

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