Gelesen: »Trauma« von Dean Koontz

Am 09.08.1974 werden im selben Krankenhaus zwei Kinder geboren – und verschiedene Umstände in dieser Nacht verbinden sie auf Lebenszeit: Das eine, James Henry Tock, wächst in einer liebevollen Familie auf. Er wird Bäcker, doch sein Leben wird von den Prophezeiungen seines Großvaters überschattet. Die Mutter des anderen Jungen stirbt bei der Geburt, doch der Vater des kleinen Punchinello Beezo ist sicher, dass der Tod der schönen Seiltänzerin kein Zufall war, erschießt einen Arzt und eine Krankenschwester und flüchtet dann…

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Gelesen: »Das Wrack der Zephyr« von Chris van Allsburg

Alissa und Martina Walser übersetzten das 1989 im Ravensburger Verlag veröffentlichte Bilderbuch – das erste farbige Bilderbuch von Chris van Allsburg, das 1983 in den USA erschien. Das Buch ist sowohl in deutsch als auch in englisch längst vergriffen und ist meist nur für einen hohen Preis in Antiquariaten erhältlich. Nach einer Urban Legends klingt die Geschichte über einen ehrgeizigen und sportlichen Jungen. Der beste Segler des Dorfes zu sein reicht ihm allerdings nicht. Doch sein Leichtsinn bringt ihn in…

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Gelesen: »Die süßeste Feige« von Chris van Allsburg

Eine bissige Geschichte über Bibot, einen Zahnarzt, der gern schnelles Geld verdient, von Reichtum träumt, dabei Hund und Mitmenschen tritt und die Magie der »Süßesten Feige« zuerst missversteht, dann benutzt und später auf dumme Art und Weise dieser verfällt. Herrlich illustriert vom Autor selbst, der hier wieder einmal auf humorvolle und tiefsinnige Weise den Zeigefinger erhebt. Aber genau diese kleine Mahnung ist es, die seine Bücher – für Groß und Klein – ausmacht! »Und die Würfel rollen wieder« – Mehr…

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Vorgestellt: »Fantastische Weihnachten«

Aus zeitlichen Gründen will es mir nicht gelingen, nachfolgenden Band vor Weihnachten zu lesen. Da sich das übergroße Hardcover jedoch optisch hervorragend unter dem Weihnachtsbaum macht, möchte ich es zumindest kurz vorstellen. Der Lesegeschmack variiert eh, sodass die in dem Band enthaltenen Geschichten möglicherweise mir, aber noch längst nicht jedem gefallen. Der Name Wolfgang Hohlbein steht nicht nur für unzählige fantastische Romane, sondern auch für die Förderung junger Talente. Als Schirmherr präsentiert er den »Wolfgang-Hohlbein-Preis«, so wie verschiedene Anthologien. Ob…

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Gelesen: »Das Buch von der Zukunft« von Andreas Eschbach

Cover: "Das Buch von der Zukunft" von Andreas Eschbach

Ebenfalls schon älter, ist die Rezension zu »Das Buch von der Zukunft«, die in einer Ausgabe von phantastisch! abgedruckt wurde. Die Zukunft ist hier! Ein Bericht von Nicole Rensmann über »Das Buch von der Zukunft« von Andreas Eschbach Schon immer hatte er den Wunsch gehegt, Schriftsteller zu werden, doch er brauchte Jahre, um sich dies einzugestehen und so suchte er zunächst nach anderen Wirkungskreisen. Obwohl der am 15. September 1959 in Ulm geborene Andreas Eschbach sich bereits in der Grundschule…

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Gelesen: »Der Nobelpreis« von Andreas Eschbach

Er gehört zu den deutschen Autoren, die es verstehen mit jedem neuen Roman eine größere Zielgruppe zu erreichen. Auch mit seinem aktuellen Werk dürfte dem in Frankreich lebenden Andreas Eschbach nicht nur in dieser Hinsicht ein neuer Coup geglückt sein. Wenige Wochen vor der tatsächlichen Verleihung des Nobelpreises, mit dem in diesem Jahr auch der deutsche Physiker Theodor Hänsch ausgezeichnet wird, erschien Andreas Eschbachs Roman »Der Nobelpreis«. Wer auf Science Fiction – Elemente wie in »Das Jesus Video« oder »Die…

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Gelesen: »Pauline umschwärmt« von Jonathan Carroll

Trotz seines Ich-Erzählstils, schafft es Jonathan Carroll mich (fast) immer am Kragen zu packen und neben seine Protagonisten zu zerren. In »Pauline umschwärmt« durchlebte ich mit dem Bestsellerautor Sam Bayer nicht nur seine schriftstellerischen Höhen und Tiefen, sondern begleitete ihn zu Lesungen und Signierstunden. Schon zu Beginn registrierte ich skeptisch, dass sich der dreimal verheiratete Autor in seinen Fan Nummer Eins verliebte. Das kann nicht gut gehen. Und ich sollte Recht behalten, wie sich später herausstellte. Zunächst entpuppte ich mich…

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Gelesen: »Love« von Stephen King

»Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.« Das Zitat von Nietzsche, den Stephen King laut der Pressemitteilung gerne zitiert, diente dem Verlag als Titelauswahl. Ob es nun sinnvoller gewesen wäre, den Originaltitel zu übernehmen, darauf möchte ich nicht näher eingehen. Denn der Titel passt: »Love« handelt von Liebe – aber auch von Gewalt, Familie, Ruhm, Angst – ein Wirrwarr unterschiedlichster Gefühle im Stakkato, verteilt auf 732 Seiten. In »Love« begleiten wir eine Frau bei der…

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Gelesen: »Drei Geschichten und eine Betrachtung« von Patrick Süskind

In meiner Lesereihe zu, von und über Patrick Süskind fehlte ein kleines Büchlein, das der Diogenes Verlag mit 128 Seiten für 2,50 Euro im Jahre 1995 in einer Mini-Taschenbuchausgabe herausbrachte. Die reguläre Taschenbuchausgabe schlägt mit 69 Seiten für 6,90 Euro kräftig zu. Die drei Geschichten und die eine Betrachtung erschienen vorab in anderen Werken. In »Der Zwang der Tiefe« erzählt Patrick Süskind über die erschreckend, oberflächliche Macht der Kritiken. Und der Tatsache, dass wir Künstler viel zu sehr das Negative…

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Gelesen: »Die Geschichte von Herrn Sommer« von Patrick Süskind

»Dieser Ausdruck ist ein Stereotyp«, pflegte er zu erklären, wenn er irgendwo den Satz »Sie werden sich den Tod holen.« hörte oder las. »Und ein Stereotyp – merkt euch das ein für alle Mal! – ist eine Redewendung, die schon so oft durch die Münder und die Federn von Krethi und Plethi gegangen ist, daß sie überhaupt nichts mehr bedeutet.« – Zitat: S. 38 »Die Geschichte von Herrn Sommer« von Patrick Süskind. Und wie Recht der Vater damit hat. Aber…

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