Ein Rückblick. Das Ende. Ein Anfang. Vom Wandel der Zeit, oder: Schreiben – ja! Lesung – nein!

Ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich habe schon oft Entscheidungen getroffen, doch diese hat sich über Monate, ja sogar Jahre hingezogen. Einen Schlussstrich zu ziehen ist mir sehr schwer gefallen.  Die Sache mit dem Traum Bücher schreiben, Leser begeistern und auf der Bestsellerliste landen, vom Schreiben leben können – das war zwanzig Jahre lang mein Traum. Punkt eins und zwei – Bücher schreiben, Leser begeistern – das hat viele Jahre gut geklappt. Doch wir wissen ja, wenn es am Schönsten …

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KOLUMNE: Künstler kriegen kein Arbeitslosengeld, oder: vom Bestsellerautor zum HartzIV-Empfänger?!

In den 18 Jahren, in denen ich Bücher schreibe und veröffentliche, musste ich immer wieder feststellen, dass viele Leser völlig unbedarft mit dem Beruf Schriftsteller umgehen. Für viele scheint es vollkommen selbstverständlich, dass auch ein Autor eine Rente bekommt oder vom Staat abgesichert ist. Andere scheinen zu glauben, schreiben ist eh nur ein Hobby. Die aktuelle Urheberrechts-Debatte fördert das Verständnis für den Beruf des Künstlers nicht. Viele Leser, Kunstliebhaber & Autorenfrischlinge kennen die Honorare und Arbeitsstunden der Schriftsteller & Co. …

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KOLUMNE: Empörend – Ich habe nicht gewonnen!

Tatsächlich beschweren sich Gewinnspielteilnehmer darüber, dass sie nicht gewonnen haben. Jüngst geschehen bei der Verlosung von Kai Meyers neuem Roman »Die Seiten der Welt«. Zugegeben: Das Paket bestand nicht “nur” aus einem signierten Roman, es verfügte über einige Schmankerl – für Bibliophile ein Highlight. Darum habe ich auch mitgemacht, aber nicht gewonnen. Klar, ich war kurz traurig, zumal in meiner Facebook-Timeline ständig Fotos aufpoppten, unterzeichnet mit Freudenschreien: Ich habs! Aber das Leben geht bekanntlich weiter – es ist nur ein …

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KOLUMNE: Es war einmal … die Mär vom Schriftsteller

Erfolgreich, bestenfalls schön und von allen geliebt. Unantastbar, kinderlos, frei und unabhängig, fehlerlos, reich und stets gut gelaunt – so sollte ein Schriftsteller sein; ein Poet, ein Denker zu dem die Menschen, die mit weniger Phantasie gesegnet sind, aufsehen können. Der Autor – eine schreibende Puppe im Elfenbeinturm – das ist eine Idealvorstellung, und möglicherweise auch die Wunschvorstellung manch Schreibender. Doch da gibt es noch die andere Version, die sich nur darin unterscheidet, dass der Elfenbeinturm mit der Öffentlichkeit wechselt. …

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