Rezension: »Gin« von Karl Rudolf / AT Verlag

© Cover: »Gin« von Karl Rudolf / AT verlag

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[Werbung – kostenloses Rezensionsexemplar]

Bis auf wenige Ausnahmen lese ich Vorwörter immer. Ich mag diese kurze Ansprache an den Leser, denn der Leser, in dem Moment des Lesens, bin ich. Ich fühle mich angesprochen, auf die nächsten Seiten vorbereitet. Meistens. Manchmal klappt das mit dem Vorwort nicht, das merke ich aber schon beim zweiten Satz. Dann blättere ich weiter.
Karl Rudolf zieht mich beim ersten Satz bereits in sein Buch hinein und das, obwohl es “nur” um Gin geht. Aber sind wir mal ehrlich: Gin ist in.
Und Karl Rudolf – einer vom Fach – geht noch weiter, für ihn ist Gin die interessanteste Spirituose überhaupt.

Das hat mich angesprochen. Gin ist für mich erst seit Kurzem interessant. Ich kaufe mir Bücher darüber, lese Berichte über Gin und Rezepte von Cocktails mit Gin. Ich gebe zu, noch bin ich zögerlich, oder sagen wir ehrfürchtig. Mal sehen, ob dieses Buch mir mehr Information und Sicherheit bietet.

Über das Buch

Auf 300 Seiten präsentiert Karl Rudolf Wissen über Gin, kombiniert mit zahlreichen Fotos von Ginflaschen, Gin-Herstellern, Gin-Botanicals.
Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn erstreckt sich über zwei Seiten, detailliert und alphabetisch sortiert. Es folgt das bereits erwähnte Vorwort.
Dann lässt uns Karl Rudolf in die Geschichte des Gins und den Alkohol eintauchen. Hier erfahre ich interessante Details zum Thema. Wieder einmal wird mir klar: Alkohol in Maßen wurde schon immer als Medizin verwendet. Heißt aber auch: Wer jeden Tag eine Flasche Gin oder Wein trinkt, der verkürzt sein Leben um einige Jahre. Also in Maßen Klasse trinken, anstatt Masse im doppelten Sinne.

Sacher-Stern mit Ananas-Gin-Konfitüre

Sacher-Stern mit Ananas-Gin-Konfitüre

Nun, weiter im Buch:
Von der Historie des Gins weiter zu einer Chronologie der Gin-Klassiker, beginnend mit dem Jahr 1697.

Karl Rudolf erläutert Was ist Gin?, erklärt die Botanicals – also die Pflanzen, Kräuter und Früchte, die in einen Gin hinein dürfen. Prinzipiell alles, aber eins muss immer im Gin sein: Wacholder. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Der allgemeine Wissensteil endet mit der Herstellung von Gin.

Nun beginnen wir bei A wie Adler Berlin – der ersten Marke, die im Buch vorgestellt wird.

Eine Seite für ein Foto der Flasche, eine Seite über diesen speziellen Gin: Wissenswertes, Herstellung, Verkostung, aber auch die Adresse des Markeneigners, die Produktionsstätte und das Ursprungsjahr der Marke. Häufig ist auch ein Foto der Markeneigner dabei. Authentisch.
Ca. 117 Gins werden auf diese Weise vorgestellt.

Ojo de Agua aus der Schweiz von Dieter Meier

Ojo de Agua aus der Schweiz von Dieter Meier

Nachdem ich nun eine gute Auswahl an Gins kennengelernt habe, wird erklärt, wie ich Gin verkoste und mixe. Die Zusammensetzung eines Gins und die möglichen Zutaten für einen guten Cocktail folgen. Bevor das Buch mit einem Glossar und dem abschließenden Verzeichnis schließt, finde ich ein paar Rezepte an den Seiten, u.a. für Himbeer Tonic oder Jinzu Toyama.

Fazit

Selten ist der Titel eines Buches treffender als hier. In »Gin« dreht sich alles um Gin. Interessant erklärt, nie langweilig, voll mit Allem rund um das In-Getränk des 21. Jahrhunderts. Für Anfänger und Fortgeschrittene perfekt. Auch Sammler werden ihre Freude daran haben: Auf die Seiten Klebchen heften, mit der Aufschrift: Habe ich schon – brauche ich noch

Karl Rudolf hat mit seinem Buch »Gin« verständlich Informatives und Wissenswertes über Gin vermittelt. Das In-Getränk ist kein Hexengebräu, aber jeder Gin ist ein Unikat und somit besonders.
Vielen Dank dafür. 

 

Karl Rudolf
»Gin«
AT Verlag, September 2017
Broschiert, 304 Seiten
ISBN  978-3-03800-949-8
25,00 €

 

 

Webtipps

 

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Vielen Dank an den AT  Verlag für die Zusendung des kostenlosen Rezensionsexemplars.

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