Rezension: »Das Institut« von Stephen King / Heyne Verlag

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© Cover: »Das Institut« von Stephen King / Heyne Verlag
© Cover: »Das Institut« von Stephen King / Heyne Verlag

Stephen King gelingt es immer noch, jedes Jahr ein Buch rauszuhauen. Dabei wollte er vor einigen Jahren mit dem Schreiben aufhören. Gut, dass er diese Entscheidung revidiert hat.

Vor wenigen Tagen habe ich »Der Outsider« beendet, schon geht es mit dem nächsten King weiter. Dabei fällt mir zuerst einmal die Aufmachung aus. Beide Cover ähneln sich in der Grundfarbe. Aufmachung und Schrift unterscheiden sich – ich finde das nicht tragisch, aber »Das Institut« hat kein Lesebändchen. Das gefällt mir nicht.

So oder so, es kommt auf den Inhalt an. Stürzen wir uns also in die nächste Kleinstadt, die Stephen King geschaffen hat und schauen mal nach, was im Institut vor sich geht.

Ins Buch geschaut

Bitte beachte: Völlig ohne Spoiler geht es nicht!

Tim Jamieson war ein Cop, der seinen Job schweren Herzens kündigt. Er will nach New York fliegen und einen neuen Anfang wagen, doch alles kommt anders als geplant. Und so landet er in dem kleinen Örtchen DuPray und bekommt einen Job als Nachtklopfer. Ein Beruf, der bei uns in Deutschland eher unbekannt ist.
Tim geht am Abend bis zum Morgengrauen durch die Straßen und kontrolliert, ob alles in Ordnung ist. Dabei arbeitet er eng mit der Polizei zusammen.
Stephen King stellt dabei nach und nach die Bewohner und ihre Eigenheiten vor. Das macht er geschickt. Und wer King kennt, ahnt, sie werden später noch eine wichtige Rolle spielen.

Nachdem der Ort und seine Bewohner eingeführt und Tim als sympathischer, fleißiger und ruhiger Typ liebgewonnen wurde, lernen wir Luke kennen. Luke ist zwölf und ein Genie, auch im parapsychologischen Sinne. Das wird ihm und seinen Eltern zum Verhängnis.

Er wird entführt und wacht im Institut auf. Dort trifft er auf eine Reihe von Kids, die ähnlich sind wie er, allerdings nicht hochintelligent. Das Institut ist leider keine angenehme Einrichtung. Die Kinder müssen sich Experimenten und Tests unterziehen, werden geschlagen oder manipuliert, wenn sie nicht parieren.
Und das ist nicht die Endstation. Es kommt noch viel schlimmer.
Luke will flüchten. Das gelingt ihm nicht alleine. Er erhält Hilfe, doch damit bringen sich seine Helfer in tödliche Gefahr. Nach einer nicht ungefährlichen Reise kommt er nach DuPray. Doch wer soll ihm seine Geschichte glauben? Und schlimmer noch? Die Leute aus dem Institut sind ihm auf den Fersen. Er, seine Freunde und das gesamte Dorf ist in Gefahr.

Idee, Stil & Umsetzung

Die Netflix-Serie Stranger Things ist eine Hommage an Stephen King. Wer diese wunderbare Serie noch nicht gesehen hat, dem lege ich sie ans Herz. Mit »Das Institut« bedankt sich Stephen King für diese Ehre. Doch »Das Institut« greift auch ein altes kingsches Thema wieder auf. Ich erkenne »Feuerkind«, »ES« und manchmal auch »The Stand« und ich gebe zu, dass ich auch mal an Dean Koontz dachte.

Stephen King bietet dem Leser keine Verschnaufpause. Auf 765 Seiten gibt es zwar Längen, aber die sind im wahrsten Sinne überschaubar. Er bietet Wendungen und Überraschungen und manchmal fühlst du dich beim Lesen in deiner Annahme bestätigt. Auch das passt alles. Seine Kapitel werden zum Ende hin immer kürzer – das erzeugt perfekte Spannung und du kannst das Buch kaum noch weglegen.

Wie bei »ES« oder »Stand by me« präsentiert Stephen King den Zusammenhalt von Kindern. Und damit trifft er den Leser mitten ins Herz.
Du kannst nicht anders als mitzufiebern und zu hoffen, dass alles gut ausgeht. Aber seien wir ehrlich: Das ist Stephen King. Er präsentiert ein Happy End mit Abstrichen. Aber ein anderes Ende hätte ich auch nicht erwartet.

Parallelen

Stephen King verwendete gerne Querverweise in seinen Romanen und baut Figuren oder Orte aus anderen Geschichten in neue ein. Diesmal treffen wir einen jungen Mann, der Harry Cross heißt und ich muss an Nadine Cross aus The Stand denken. Außerdem treffen wir eineiige blonde Zwillinge – Mädchen – und wo gibt es die noch? Genau in Shining. Ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie die Szene bei der Verfilmung aussieht, wenn die Zwei auftauchen. Zumindest, wenn der Regisseur in spe seine Hausaufgaben gemacht hat.
Der Outsider wird einmal erwähnt und Jerusalems Lot entdecke ich auch. Und das waren sicherlich nicht alle.

Fazit

Stephen King hat einen packenden Roman geschrieben, ein gruseliges und grausames Szenario, indem der Mensch begabte Kinder zu Waffen macht. Eine Horror-Vorstellung, die noch unterstrichen wird, denn im nahen und weiten Umfeld wissen viele Menschen von dem Institut und lassen sich mit Geld schmieren. So ist es auch kein Wunder, dass Stephen King auf Nazis hinweist.
Ihm ist es meisterlich gelungen, den Schrecken der Realität in eine Geschichte einzubauen. Ich bin geflasht und konnte den Roman nicht aus der Hand legen. Ein Roman des alten Stephen Kings! Groß!

Gewinne ein Exemplar von »Das Institut« – die Verlosung ist beendet!

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Und nun viel Glück!

Stephen King
Das Institut
Originaltitel: The Institute
Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
Heyne Verlag, September 2019
Hardcover mit Schutzumschlag, 768 Seiten
ISBN 978-3-453-27237-8
26,00 €

Das Buch ist auch als E-Book, Hörbuch und Audio erhältlich. Das Taschenbuch erscheint voraussichtlich 2020.

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